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Russland mit den Augen von Deutschen

Veranstaltung „Russland mit den Augen von Deutschen – Großes Russlanderlebnis auf Don und Wolga“ des Russisch-Deutschen Kulturzentrums „LITERA“ in Siegen am 13. April:
„Gerd Schreiner aus Olpe ist pensionierter Englischlehrer, von russischer Literatur, Sprache und Landschaft fasziniert und Mitglied im Russisch-Deutschen Kulturzentrum „LITERA“ in Siegen.
Sein Bericht über eine Reise an Wolga und Don lockte am vergangenen Sonntag so viele Menschen in die Räume des Vereins in der Wiesenstraße, dass zahlreiche Besucher die 3.300 Km lange Reise von Rostow am Don bis nach Moskau auf Stehplätzen verbringen mussten.
Es war kein politischer Vortrag, den der Referent hielt. Es war aber eine deutliche Botschaft zu vernehmen. Russland ist reich an Natur und Kultur und wir im Westen wissen zu wenig von unserem östlichen Nachbarn.
Die Don-Kosaken in ihrer alten Hauptstadt Starotscherkassk, Wolgograd – das ehemalige Stalingrad – das sind im Westen bekannte Namen.
Uljanowsk ? Wolga-Geburtsort von Wladimir Iljitsch Uljanow (genannt Lenin), der im vergangenen Jahrhundert großen Einfluss auf Russlands Geschichte hatte.
Taganrog ? Don-Geburtsort von Anton Tschechow, der seine Erlebnisse als Arzt zur Zarenzeit nutzte, um über die großen und kleinen Freuden und Tragödien des menschlichen Lebens zu schreiben. Sein Bühnenstück „Onkel Wanja“ wurde vor einigen Jahren im Siegener Apollo-Theater aufgeführt und war schnell ausverkauft. In seinen Beschreibungen erkennen wir uns auch heute noch und hier in Deutschland immer wieder selbst. Gerd Schreiner saß in Tschechows Schulbank im Gymnasium von Taganrog.
Weitere Bilder der Reise zeigten Momente aus dem Leben in Kasan, der Hauptstadt der Tatarenrepublik, und Tscheboksary, der Hauptstadt der Tschuwaschen-Republik.
Weiter ging die Reise zu Städten, die z.T. zum „Goldenen Ring“ gehören: Kostroma, Uglitsch, Nischny-Nowgorod und Jaroslawl.
Die großen Bauwerke, die Kirchen, Klöster, aber auch die profanen Bauten und traditionelle Häuschen gaben einen Einblick in diesen Teil des russischen Landes.

Moskau ? Das Ziel der Reise, die große Stadt. Das Kaufhaus GUM – zu Sowjetzeiten mit Waren für den täglichen Gebrauch, präsentiert heute eher Angebote für den Luxusgeschmack. Roter Platz – flanierende Menschen prägen das Bild. Vorbei ist die Zeit der langen Warteschlangen vor dem Lenin-Mausoleum.
Dem deutschen Auge des Referenten springen russische Besonderheiten ins Auge. Eine Fußgängerbrücke über die Moskwa mit metallenen Bäumen. Dort bekräftigen Hochzeitspaare ihren Lebensbund mit Schlössern, die sie an den Zweigen befestigen. Am anderen Ende der Brücke steht eine metallene „Bank der Versöhnung“.
So groß Russland auch ist, es kommt in direkten menschlichen Begegnungen doch immer ganz nah – das war spürbar in Gerd Schreiners Worten und Bildern. Es war bereits seine 6. Fahrt nach Russland, aber seine Faszination scheint mit jeder Fahrt zu wachsen.
Sein Fazit ist einfach:  Es lohnt sich, nach Russland zu fahren.“

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