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Kerzenlicht und Büchertausch

Bei Kerzenlicht fand am Samstagabend in den Litera-Räumlichkeiten der Wiesenstrasse 13 eine Lesung über E. M. Remarque statt.
Gleich am Anfang der Veranstaltung brach die komplette Raumbeleuchtung, nach einem plötzlichen Kurzschluss, zusammen und sowohl Litera-Mitglieder wie auch Gäste zündeten vorhandene Kerzen an.
So entstand, quasi unbeabsichtigt, nicht nur eine romantische Stimmung sondern auch ein Eintauchen in das Jahr 1916, in den Schützengraben des Ersten Weltkrieges.
Die Gast-Referenten des Litera-Vereins kamen aus Osnabrück, Remarques Heimatstadt: Prof. Dr. Tilman Westphalen, Ehrenvorsitzender und Gründungsmitglied, und Frau Ursula Führer, die Vorstandsvorsitzende der
E. M. Remarque-Gesellschaft.
Der Einladung des Litera-Vereins folgend hatten sie ein bewegendes und aufschlussreiches Programm mitgebracht.
Im ersten Teil erzählte Prof. Westphalen über die Entstehungsgeschichte des Romans "Im Westen nichts Neues" und las einige Auszüge aus diesem berühmten Antikriegswerk der Literatur.
Auf Wunsch des Publikums wurde der Vortrag mit einigen biographischen Stationen des im Exil lebenden Schriftstellers fortgesetzt.
Den zweiten Teil der Lesung übernahm Frau Führer und las einige Auszüge aus  dem Roman  "Der Weg zurück". Die Erzählerin  erläuterte auch die schwierigen Situationen der "verlorenen Generation" und machte den ganzen Schmerz und die Verzweiflung der Rückkehrer für Zuhörer lebendig.
Auch die Frage der Rückgabe der deutschen Staatsbürgerschaft, welche dem verbannten Autor 1938 aberkannt wurde, entfachte eine Diskussion.
Die Gäste aus Osnabrück, wo 1986  die Erich Maria Remarque-Gesellschaft e.V. gegründet wurde, waren der Meinung, dass eine Einbürgerung Postfaktum nicht im Sinne von Remarque selber gewesen wäre. Zum Schluss der Veranstaltung fand ein Büchertausch statt. Die Gäste erhielten die russische Ausgabe der beiden Werke: "Im Westen nichts Neues" und "Der Weg zurück" und die Litera-Bibliothek wurde um zwei Remarque Bücher reicher, zunächst "Im Westen nichts Neues" mit einem Nachwort von Prof. Dr. Westphalen, Remarque-Forscher und Kenner, und schließlich das letzte Werk „Das gelobte Land“, von einem unter Russen beliebtesten deutschen Schriftsteller, dem Pazifisten und Weltbürger Erich Maria Remarque.
Elena Groß, Kulturzentrum Litera

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